Lutz Besch

 

Lutz Besch - Langtext

Lutz Besch wurde 1918 in Kattowitz geboren, wo er die ersten dreizehn Jahre seines Lebens verbringt. Dann folgt die Übersiedlung der Familie nach Deutschland (Nauen bei Berlin).

Abitur und Studium der Theaterwissenschaften in Berlin.
1940 im Frankreich-Feldzug schwer verwundet studiert er nach seiner Genesung weiter und promoviert 1944 zum Dr. phil.
Er arbeitet 2 Jahre als Universitätsassistent und danach als Schauspieler, Dramaturg und Regisseur in Erfurth und Bremen.

1951 wird er fester Mitarbeiter bei Radio Bremen, wo er auch Karl Heinrich Waggerl kennen und schätzen lernt. Die Beziehung zwischen Waggerl und Besch vertieft sich und schließlich übersiedelt die Familie Besch nach Wagrain.

Besch kümmert sich ab nun um das Werk Waggerls. Noch zu Lebzeiten Waggerls und auch nach dessen Tod ist Besch Herausgeber einiger Waggerl-Bücher.

Für seine Hauptleistung im Zusammenhang mit Waggerl hielt Besch jedoch die Tatsache, dass er die „Karl Heinrich Waggerl -Stiftung“
ins Leben rief. Die jährlichen Erträge aus dem durch Spenden entstandenen Kapital kommen seither jungen Wagrainer StudentInnen zu Gute.

Besch hat auch die Gründung eines wissenschaftlich orientierten Waggerl-Archivs angeregt.

Nach dem Tod von Edith Waggerl wurde die archivgemäße Sichtung und Ordnung des Nachlasses des Ehepaares Waggerl von der Marktgemeinde Wagrain energisch in Angriff genommen und gemeinsam mit dem Kulturverein „Blaues Fenster“ die Umgestaltung des Wohnhauses in ein öffentlich zugängliches Museum 1994 abgeschlossen.

 

Lutz Besch - Kulturverein Wagrain


Das Karl Heinrich Waggerl Haus gehört nun zu den weit über Wagrain hinaus bedeutendsten Kulturstätten.

Dass er dazu auch einen Beitrag geleistet hat, erfüllte Lutz Besch mit Genugtuung.

Am 9. August 2000 verstarb Lutz Besch nach schwerer Krankheit.
Seine Urne ist auf dem Wagrainer Ortsfriedhof beigesetzt worden


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