Josef Mohr

„Stille Nacht, heilige Nacht“

Joseph Mohr, geboren 1792 in Salzburg, wurde 1815 im Hohen Dom zu Salzburg zum Priester geweiht. Zunächst Hilfspriester in der Ramsau in Berchtesgaden und in Mariapfarr im Lungau, wurde er als Hilfspriester nach Oberndorf versetzt.
(Ölbild gemalt von Prof. Erwin Exner)

Im Jahre 1818 erklang dort zum ersten Mal das wohl innigste Weihnachtslied der Welt “Stille Nacht, Heilige Nacht“‚ das nach neuesten Forschungen und Erkenntnissen bereits 1816 entstanden ist.

Joseph Mohr war der Schöpfer des Textes, der Lehrer und Organist Franz Xaver Gruber der Komponist. Joseph Mohr wirkte die nächsten Jahre noch in mehreren Pfarren Salzburgs und wurde schließlich im Jahr 1837 als selbständiger Pfarrvikar nach Wagrain versetzt. Hier blieb er bis zu seinem Tod 1848.

Er bewohnte und bewirtschaftete den Pfarrhof und betätigte sich sehr intensiv auf sozialem Gebiet. Er erreichte die Errichtung der Volksschule bereits nach einem Jahr seiner Tätigkeit in Wagrain. Bis zu 170 Kinder wurden davor in einem engen Raum unterrichtet. Innerhalb kurzer Zeit war es Joseph Mohr gelungen, der armen und Not leidenden Wagrainer Bevölkerung den Schulneubau abzuringen.

1838 wurde das für die damalige Zeit mustergültige Schulhaus (jetzt „Joseph Mohr Schule“ benannt) von Kardinal Fürsterzbischof von Schwarzenberg persönlich eingeweiht. Mohr erreichte, dass auch ärmere Kinder die Schule besuchen konnten.

Der Maler Ernst Huber

Des Weiteren kümmerte er sich um die Armen und Alten und regelte das sogenannte Einlegerwesen.

Zeitlebens hatte er mit seiner Gesundheit zu kämpfen und verstarb letztendlich an einer Lungenlähmung am 4. Dezember 1848 in Wagrain.

Sein Grab befindet sich beim Haupteingang der Kirche unter einem geschmiedeten Gitterkreuz an der ehemaligen ca. 400-jährigen Kirchenlinde.

Zu seinem Gedenken findet alljährlich am 26. Dezember das von OSR. Josef Hutter initiierte „Joseph Mohr-Gedächtnissingen“ in der Pfarrkirche Wagrain statt.

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